Finanzierung

Wie finanziert sich ein Hospiz

Stationäre Hospize haben Verträge mit den gesetzlichen Krankenkassen. Die Finanzierung des Aufenthaltes geschieht durch eine Mischfinanzierung aus Krankenkasse und Pflegeversicherung. Der Anteil der Pflegekasse richtet sich ganz nach der Pflegestufe des Versicherten, der sich im Hospiz aufhält und wird in gleicher Höhe wie die Leistung, die bei einer vollstationären Pflege fällig wäre, gezahlt. Fünf Prozent der vereinbarten Tagessätze müssen von den Trägern der Hospize aufgebracht werden und ist gesetzlich festgeschrieben. Unter anderem deshalb können stationäre Hospize nicht kostendeckend arbeiten, so dass auch sie in hohem Maße auf Spenden und ehrenamtliche Unterstützung angewiesen sind.

Für den Patienten sind die Leistungen des Hospizes kostenlos!

Die Unterbringung in einem Hospiz hat ihren Preis

Im Durchschnitt belaufen sich die Kosten für die Unterbringung in einem stationären Hospiz auf 350 bis 400 Euro am Tag pro Gast. Hierin sind die gesamte Betreuung sowie die komplette Verpflegung des Sterbenden enthalten, ebenso wie die Betreuung der Angehörigen. Und dies geht noch über den Tod hinaus und beinhaltet auch Therapien oder Gruppen- sowie Einzelgespräche für alle Beteiligten. Nach dem Tod stehen den Angehörigen Trauergruppen zur Verfügung, mit dessen Hilfe eine Trauerarbeit gezielt möglich ist, um möglichst schonend das Erlebte verarbeiten zu können. Zurzeit gibt es in Deutschland etwa 250 Einrichtungen dieser Art, die über das ganze Land entsprechend verteilt sind. Das Team in einem Hospiz besteht aus hauptamtlich palliativmedizinisch geschulten Mitarbeitern sowie ehrenamtlichen Mitarbeitern.